
Warum Gezeiten?
Weil es keinen Stillstand gibt.
Weil das Meer und das Leben sich immerzu verändern.
Und weil der nächste Tag immer die Chance in sich trägt, ganz anders zu werden.
Warum ich so arbeite, wie ich arbeite
Ich habe zehn Jahre lang Menschen beim Sterben begleitet.
In dieser Zeit wird etwas sehr klar: Am Ende geht es nicht um das, was man getan hat, sondern um das, was man nicht gewagt hat – um Entscheidungen, die immer wieder verschoben wurden, und um ein Leben, das man sich nie erlaubt hat.
Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt.
Und dann ist mein eigenes Leben auseinandergefallen. Eine Trennung, die ich nicht kommen sah, und mit ihr der Verlust von dem, was bis dahin stabil war – mein Zuhause, meine Praxis, meine Grundlage.
Ich hätte warten können. Auf Klarheit, auf Stabilität, auf irgendetwas das sich wieder nach Boden anfühlt.
Stattdessen habe ich mir einen Campingbus gekauft und war zweieinhalb Jahre unterwegs. Nicht als Abenteuer. Sondern weil mein Körper wusste, was mein Kopf noch nicht fassen konnte: dass Stillstand keine Option ist.
In dieser Zeit ist Gezeiten entstanden.

Ich arbeite seit 30 Jahren im therapeutischen Bereich – von der Intensivpflege über Naturheilmedizin bis zur eigenen Praxis und Begleitung in existenziellen Übergängen.
Und ich habe mich bewusst für einen zweiten Weg entschieden: die Arbeit mit den Händen.
Als Goldschmiedin habe ich verstanden, was Veränderung wirklich bedeutet.
Nicht als Gedanke, sondern als Prozess, der Widerstand hat und Form annimmt.
Genau daraus ist meine Arbeit entstanden.
Ich arbeite nicht nur über den Kopf, sondern über den Körper. Denn Veränderung, die nur gedacht wird, bleibt oft Theorie.
Der Körper weiß häufig längst, was der Verstand noch verhandelt.
Ich bin direkt und klar, weil ich glaube, dass du das verdienst.
Nicht Schönreden. Nicht Drumherumreden.
Sondern jemanden, der mit dir hinschaut, auch wenn es unbequem wird.
Was meine Arbeit unterscheidet, ist keine Methode, sondern das Handwerk.



Ich glaube daran, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit bereits in sich trägt.
Manchmal ist sie nur überdeckt von Erwartungen, Ängsten, Rollen oder dem Lärm des Alltags.
Deshalb verstehe ich meine Arbeit nicht nur als das Geben von Antworten.
Ich sehe sie als das Öffnen eines Raumes, in dem Gedanken bewegt, betrachtet und hinterfragt werden dürfen.
Bis etwas sichtbar wird, das vorher im Verborgenen lag.
Nicht, weil ich es gesagt habe.
Sondern weil der Mensch es selbst erkannt hat.
Wenn du das Gefühl hast, dass dieser Weg zu dir passt, freue ich mich darauf, dich kennenzulernen.
In einem unverbindlichen Gespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation und geben dem Raum, was gerade wichtig ist.
